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am 27. September 2017

20 Jahre Grüne im Gemeinderat Garsten

Michael Zachl - Ich kann mich noch sehr gut an den entsetzten Ausruf eines Altbürgermeisters erinnern. Bei der Eröffnung des Nationalparks Hintergebirge – im Juli 1997 – bin ich mit einem Transparent der Grünen Oberösterreich gestanden: „Zachl! Sie a Grüner!“ war die vorwurfsvolle, lautstarke Äußerung. Damals war es noch ein „kleines Verbrechen“, sich als Grüner zu outen.

20 Jahre Grüne im Gemeinderat Garsten
Aufbruchstimmung am Fuxengut

Der Herausforderung einer Kandidatur hat sich Maria Lindinger 1997 als Listenerste gestellt. Damals noch unter der Bezeichnung „Garstner Grüne“ zog Maria nach der Wahl gemeinsam mit der Zweitgereihten, Mag.a Elisabeth Schönfeld, in den Gemeinderat ein. Die ersten Jahre waren für die beiden sicher nicht einfach. Kam es doch einer „Majestätsbeleidigung“ gleich, sich gegen die Mehrheitsfraktion zu äußern. Informationen wurden nach Möglichkeit nicht an die Grüne Fraktion weitergegeben.

Im Jahr 1999, während der Juni-Sitzung des Gemeinde­rates, „erlaubten“ sich die Grünen, die Sitzung mit einem Diktiergerät aufzuzeichnen. Sofort kam die aufgeregte Anfrage eines Gemeinderates, „ob denn das überhaupt erlaubt ist“. Natürlich wurde von den Grünen schon vorher geprüft, ob das zulässig ist.

Bei den folgenden GR-Wahlen 2003, 2009 und 2015 konnten wir jeweils drei Sitze erreichen.
Unsere Schwerpunktthemen waren stets: Verkehr, Frauen/Gleichberechtigung, Justizanstalt (Projekt „Drinnen und Draußen“), Müll (Gebühren) und Umweltschutz. Unsere Forderung nach einer 30 km/h Beschränkung im Ortsgebiet wurde leider bis heute nicht erfüllt. In Garsten dürfen VerkehrsteilnehmerInnen weiterhin mit 50 km/h an der Volksschule vorbeidonnern.

Es gab aber auch Erfolge: Das Jugendtaxi wurde in der Faschingszeit von den Grünen Garsten finanziert. Erst nach dem Wechsel des Bürgermeisters wurde diese Idee von der Gemeinde aufgegriffen und umgesetzt. Auch dass die Biomüllentsorgung nun flächendeckend und kostengünstig erfolgt, ist sicher wesentlich von unserer Fraktion vorangetrieben worden. Die Idee, die Straßenbeleuchtung auf eine energiesparende Technik (LED) umzustellen, wurde ebenfalls von uns angeregt.

Auch Veranstaltungen wurden immer wieder organisiert: Die erste war ein Vortrag von Kaspanaze Simma, einem bekannten Ur-Grünen aus Vorarlberg. Weitere Veranstaltungen zu den Themen Ernährung, Hochwasserschutz, Architektur in Garsten, etc. folgten. Eine Institution wurden die Frauenfilmnacht zum Internationalen Frauentag und der Grüne Rädermarkt. Auch an der Kinderferienaktion beteiligen wir uns seit Jahren aktiv mit einem immer ausgebuchten Aktionstag. Die Krötenwanderung in der Herrenweidestraße war lange ein großes Problem: Unzählige überfahrene Tiere reduzierten die Bestände besorgniserregend und verursachten zudem eine deutliche Geruchsbelästigung. Seit vielen Jahren stellen wir Grüne mit Helfern im Frühjahr den Krötenzaun auf und tragen die Tiere zur Laichzeit über die Straße, damit sie unbeschadet zum Laichplatz beim Garstnerteich gelangen können.

Es gibt noch viele Projekte in Garsten, für die wir Grüne uns auch in Zukunft mit voller Kraft einsetzen werden.​

20 Jahre Grüne Garsten
Mit grünen WegbegleiterInnen Jubiläum gefeiert.
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