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am 8. Februar

Unser Bahnhof in Garsten wird umgebaut

Ekkehart Grillmayer - Garsten bekommt einen neuen Bahnhof, womit die Verkehrssituation im Ortszentrum merkbar verbessert werden sollte. Die Planungen und Vorbereitungen für den Umbau des Bahnhofsareals laufen auf Hochtouren und gewinnen langsam an Konturen.

Garsten bekommt einen neuen Bahnhof, womit die Verkehrssituation im Ortszentrum merkbar verbessert werden sollte. Die Planungen und Vorbereitungen für den Umbau des Bahnhofsareals laufen auf Hochtouren und gewinnen langsam an Konturen.
Im abgelaufenen Jahr wurde bereits für die Freiwillige Feuerwehr eine Teilfläche neben dem Feuerwehrhaus ausgewiesen und in seiner Dezembersitzung hat der Gemeinderat der Beteiligung an den Kosten für die Errichtung von Lärmschutzwänden im Ortszentrum zugestimmt. Zuvor wurde im Straßen- und Verkehrs-ausschuss auch über einige weitere Maßnahmen, die im Rahmen des Umbaus realisiert werden sollen, diskutiert. Die bisherige Planung sieht demnach folgende Punkte vor:

  1. Verlegung des Bahnstellengebäudes Richtung Tunnel/Buchholz
    Der derzeitige Standort hat nicht nur das Zu- und Abfahren erschwert, der Mangel an Gehsteig und die Treppe, die einfach auf der Straße endet, können durchaus als nicht ideal bezeichnet werden. Künftig wird es eine Parkmöglichkeit in Form einer beschrankten Park & Ride-Anlage geben. Das Abstellen von Fahrzeugen wird Bahnkunden mit gültigen Fahrscheinen vorbehalten sein. Für die Freiwillige Feuerwehr soll darüber hinaus für Einsatzfälle die Zufahrt zum Feuerwehrhaus durch die Park & Ride-Anlage ermöglicht werden.
  2. ​Fußgängerunterführung zwischen Lahrndorferstraße und ADEG/Lagerhaus
    Seit Jahren ist der Zugang vom Ortszentrum Richtung ADEG für Fußgänger äußerst unangenehm und auch gefährlich. Der schmale Gehsteig in der bestehenden Unterführung reicht gerade einmal für eine Person, für unsere Senioren mit Rollator oder Einkaufswägelchen, für Familien mit Kindern und Kinderwägen wird es schon knapp und entgegenkommen sollte niemand. Bisher scheiterten alle Überlegungen, hier durch einen separaten Fußgängertunnel Abhilfe zu schaffen, an den Kosten, die seitens der Gemeinde mit rd. einer Million Euro beziffert wurden. Da es im Rahmen des Umbaus zu eingeschränktem Schienenverkehr kommt, sinken die Kosten erheblich und Bürgermeister Silber hat im Ausschuss zugesichert, dass es finanzierbar wäre. Derzeit prüfen die ÖBB, welche Stelle unter den Gleisen für eine Querung geeignet ist – aufgrund der Weichensituation bestehen technische Einschränkungen für die Lage einer Untermauerung der Bahntrasse.
  3. Lärmschutz
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    Bereits 2010 wurde von ÖBB und Gemeinde zu diesem Punkt ein Konzept diskutiert, welches aber letztlich aus Kostengründen nicht umgesetzt werden konnte. Wie beim Fußgängertunnel kann dies im Rahmen des Bahnhofsumbaus aber zu erheblich geringeren Kosten umgesetzt werden, weshalb der Gemeinde-rat der Grundsatzentscheidung von 2010 folgend nun auch die Finanzierung dieses Teilprojekts beschließen konnte.
Die geplanten Lärmschutzmaßnahmen umfassen Lärmschutzwände und Lärmschutzfenster. Entlang der Bahntrasse sind sie zwischen Tunnel und Molkerei beid-seitig, in den übrigen Bereichen zwischen Eisenbahnbrücke und Ortsgrenze im Süden einseitig den Wohnhäusern zugewandt. Für Objekte, welche durch die Lärmschutzwände nicht ausreichend geschützt werden, sollen die Eigentümer für den Einbau von Lärmschutzfenstern eine Unterstützung seitens der ÖBB erhalten. Laut Auskunft bei der letzten Gemeinderatssitzung werden die ÖBB die entsprechenden Liegenschaftsbesitzer informieren.
  4. Ausbau der Fußwege im Bahnhofsbereich Durch die bauliche Trennung des Gleiskörpers von den übrigen Grundflächen im Zuge der Errichtung der Lärmschutzwände, bestehen auch seitens der ÖBB keine Bedenken mehr, diese Flächen zum Ausbau eines Wegenetzes für den Fuß- und Radverkehr nutzbar zu machen.


Fuß- und Radwege – mögliche Ausbaumaßnahmen im Bahnhofsbereich
Als beinahe sicher darf angenommen werden, dass die Überführung der Berthold-Allee offiziell in das Wegenetz aufgenommen werden kann und somit auch entsprechende Instandhaltungen des Weges durchgeführt werden. Auch mit der Lagerhausgenossenschaft soll eine Vereinbarung über die Nutzung des angrenzenden Bereichs für den Fuß- und Radverkehr getroffen werden.


Dazu ergänzend wären ein Aufgang auf der Seite der Geschäftsräume der GreenEnergy GmbH (Bogner, ehem. Wild) sowie eine Einbindung auf der Bahnhof-seite (Treppe und flache Rampe für Kinderwägen, Rollatoren, Fahrräder, etc.). Mit dieser Maßnahme würde zusätzlich die Querung der Sankt Berthold Allee in diesem Bereich entschärft und der Zugang Richtung ADEG und Lagerhaus aus dem Bereich nördlich der Bahn merkbar verbessert.​

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